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Merkblatt 3 Igg Mai 2018 180509

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Bundesverband der Gipsindustrie e.V.

Industriegruppe Gipsplatten

Fugen und Anschlüsse bei Gipsplatten- und


Gipsfaserplattenkonstruktionen

MERKBLATT 3
INHALT
Seite

1. Vorwort/Einleitung 4

2. Ursachen für Risse und Verformungen 5


Hygrische Längenänderungen
Thermische Längenänderungen
Bewegungen von Bauteilen untereinander
Unerwartete Belastungen von nichttragenden Bauteilen

3. Materialeigenschaften/Kennwerte 5
Hygrische Längenänderung
Thermischer Längenänderungen
Spannungsabbau durch Kriechprozesse

4. Fugen und Anschlüsse 6

4.1 Grundsätzliche Anforderung an Planung und Ausführung zur Vermeidung von Rissen und Verformungen 6

4.2 Anschlüsse und Fugen von Montagewänden – Grundsätze der Fugenplanung 7
Ausbildung von Anschlüssen und Fugen
A: starrer angespachtelter Anschluss an Massivbauteile
B: starrer angespachtelter Anschluss zwischen Trockenbaukonstruktionen mit Gipsplatten und Gipsfaserplatten
C: Anschlussfuge mit Dichtstoff
D: offene Anschlussfuge (Schattenfuge)
E: gleitender Anschluss
F: offene Feldfuge
G: gleitende Feldfuge (Bewegungsfuge)

4.3 Anschlüsse und Fugen von Unterdecken – Grundsätze der Fugenplanung 13


Einspringende Massivbauteile
Einspringende Wandscheiben
Unterdecken mit Aussparung für Stützen
Flurdecken mit Nischen und Einsprüngen
Ausbildung von Fugen und Anschlüssen
A: starrer angespachtelter Anschluss an Massivbauteile
B: starrer angespachtelter Anschluss zwischen Trockenbaukonstruktionen mit Gipsplatten und Gipsfaserplatten
D: offene Anschlussfuge (Schattenfuge)
E: gleitender Anschluss
F: offene Feldfuge
G: gleitende Feldfuge (Bewegungsfuge)

4.4 Spezielle Ausführungen im Dachgeschoss 19


Giebelanschluss der Dachschräge/Abseitenwand (Drempel)/Kehlbalkendecken in luftdichter Ausführung
Ausbildung Anschluss Kehlbalken/Dachschräge
Ausbildung Anschluss Dachschräge/Abseitenwand (Drempel)
Einbindung von Trennwänden in die Kehlbalkendecke
Einbindung von Trennwänden in die Dachschräge

5. Hinweise für Planung und Ausführung 24

Literaturhinweise 26

Impressum 27-28

3
1. VORWORT/EINLEITUNG

Die Verbindung von Bauteil zu Bauteil fordert Planer und Aus­


­­führende immer wieder neu. Einerseits dehnen sich Bau­stoffe
unterschiedlich aus, unterschiedliche Tragsysteme bewegen
sich gegeneinander, Spannungseinträge führen zu zusätzlichen
Verformungen. Andererseits werden Konstruktionen gefordert,
die architektonisch und bautechnisch fachgerecht an-
spruchsvoll und riss­frei sind.

In diesem Merkblatt werden Zusammenhänge (Belastungen –


Verformungen – mögliche Rissbildungen) und geeignete
Lösungen für Planung und Ausführung aufgezeigt, insbeson-
dere für An­­schlüsse von Gipsplatten nach DIN EN 520 und
DIN 18180, Gipsplatten mit Vliesarmierung nach 15283-1
oder Gipsfaserplatten nach DIN EN 15283-1-2 an angren-
zende Bauteile und Fugenausbildungen in der Konstruktion.

Die konstruktiven Rahmenbedingungen müssen den Eigen­


schaften des Materials Gips im Trockenbau gerecht werden,
so dass material- und bauteilbedingte Verformungen nicht
zu einer Beeinträchtigung des Bauteils in technischer und
architektonischer Hinsicht führen.

Bei der Bekleidung von Dachkonstruktionen sind nach


VOB/C ATV DIN 18340 (Trockenbauarbeiten)
Trockenbaukonstruktionen an den Anschlüssen mit Profilen
herzustellen. Dies sind besondere Leistungen.

Generell können Anschlüsse und Fugen im Dachgeschoss


nach Abschnitt 4.2 - 4.3 ausgeführt werden. Im Abschnitt
4.4 sind erweiterte konstruktive Lösungen dargestellt.
Die Lösungen, die nicht der ATV DIN 18340 entsprechen,
müssen gesondert vereinbart werden.

4
2. U
 RSACHEN FÜR RISSE UND 3. M
 ATERIALEIGENSCHAFTEN /
VERFORMUNGEN KENNWERTE
Die folgenden Punkte gelten auch für die Bauphase, Gipsbaustoffe verfügen über günstige bautechnisch-bauphysi­­
siehe hierzu Merkblatt 1 "Baustellenbedingungen" und ka­lische Eigenschaften für den konstruktiven Innenausbau:
ATV DIN 18340 Abschnitt 3.1.2.
Die maßgeblichen Ursachen für Verformungen und mögliche · Hygrische Längenänderung
Rissbildung, auch während der Bauphase, sind: - Vergleich mit anderen am Bau verwendeten Platten für
den Innenausbau (Richtwerte)
· Hygrische Längenänderungen - Kennwerte bei Änderung des Klimas von 20°C/30 %
Feuchtigkeitsänderungen (z.B. Änderung der relativen rel. Luftfeuchte auf 20°C/85% rel. Luftfeuchte
Luft­­feuchte) führen zu Längenänderungen in Form von Längenänderung (mm/m)
- negativer Längenänderung (Verkürzung, i.d.R. als Schwin­ 4
den bezeichnet) bei Verringerung der relativen Luft­feuchte;
3,5
Schwindprozesse führen zu Rissen, wenn die Zugfestig­keit
3
des Baustoffes (einschließlich Verbindungen) geringer ist
als die durch den Schwindprozess entstehenden Material­ 2,5

spannungen (i.d. R. bei behinderter Längen­än­derung 2


durch fehlende Dehnungs- oder Bewegungs­fugen) 1,5
- positiver Längenänderung (Verlängerung, i.d.R. als Quellen 1
bezeichnet) bei Erhöhung der relativen Luft­feuchte; Quell­­
0.5
prozesse können bei behinderter Längenänderung durch
Aufbau von Druck­spannungen bei fehlenden Dehnungs- Gipsplatte GKB Vliesarmierte Gipsfaserplatte Holzspanplatte
oder Bewegungsfugen zur Verwölbung führen. Gipsplatte

· Thermische Längenänderungen
Temperaturänderungen führen zu Verkürzungen bei Tem­­pe­­ra­­­ · Thermische Längenänderungen
tursenkung bzw. Verlängerungen bei Temperatur­er­höhung - Thermischer Längenausdehnungskoeffizient ca.
0,013 – 0,020 mm/mK bei 50 – 60% relativer Feuchte
· Bewegungen von Bauteilen untereinander
auftretende Spannungen zwischen den Bauteilen durch · Spannungsabbau durch Kriechprozesse
unterschiedliche Längenänderungen, Bauteilbewegungen Gipsbaustoffe verfügen gegenüber anderen Baustoffen
durch Windlasten (Druck und Sog) z.B. im Dachbereich, (z.B. Beton) über ein ausgeprägtes Kriechverhalten (pla-
Setzungen etc. führen zu ungleichmäßigen Fugenabrissen, stische Verformung bei Spannungseintrag), d. h. sie sind
Verwerfungen von Beschichtungen (z.B. „Faltenbildung“ in der Lage, Spannungen abzubauen und dadurch Riss-
von Tapeten) und Verformungsgefahr zu minimieren. Diese bei nicht­
tragenden Konstruktionen positive Eigenschaft wird jedoch
· Unerwartete Belastungen von nichttragenden Bauteilen, erst voll wirksam, wenn der Spannungseintrag „langsam“
z.B. zu große Durchbiegungen von Decken führen zu erfolgt. Schneller Spannungseintrag (z.B. durch sprung-
Verformungen und möglichen Rissbildungen an leichten hafte Änderung der relativen Luftfeuchte von einem hohen
Trennwänden bei fehlenden gleitenden zu einem niedrigen Wert und damit verbundener starker
Deckenanschlüssen. Schwind­spannungseintrag bei behinderter Schwindung) ist
deshalb zu vermeiden.
5
4. FUGEN UND ANSCHLÜSSE
In diesem Abschnitt sind neben den grundsätzlichen An­for­
der­­­ungen für die Planung erprobte konstruktive Lösungen für
An­­schlüsse und Fugen, beispielhaft als Prinzipdarstellungen
ohne Anspruch auf Vollständigkeit, zusammengestellt. Evtl.
zu­sätzliche Anforderungen an die Bauteile bzgl. Brand-, Schall-
und Wärmeschutz sind zu berücksichtigen. So gilt z.B.
bei Brandschutzanforderungen, dass die Gipsplatten im An­­
schluss­­­­­bereich zu den benachbarten Bauteilen durch Profile,
Stein­wolle bzw. Gipsplattenstreifen hinterlegt werden müssen.

Für alle Anschlüsse von leichten Trennwänden gilt im


Regelfall, dass zwischen Anschlussprofilen und angren-
zendem Bauteil Anschluss­dich­­tungen einzubauen sind; diese
bestehen üblicherweise aus Dichtungsbändern (z. B.
Schaumstoffe, Filze, Mineralwolle) oder spritzbaren
Dichtstoffen, die streifenförmig oder voll­flächig auf das
Anschlussprofil aufgebracht werden.
(z.B. Detail 1)

4.1.Grundsätzliche Anforderung an Planung und Aus­füh­rung zur


Vermeidung von Rissen und Verformungen

Fugen und Anschlüsse sind generell zu planen. Es handelt


sich um eine Planungsleistung, die der Auftraggeber gemäß
§ 3 (1) der VOB/B zu erbringen hat. Die notwendigen
Unterlagen sind dem Auftragnehmer zu übergeben. Anzahl,
Art, Lage, Maße und Ausbildung von An- und Abschlüsse an
angrenzende Bauteile sowie Luftdichte Anschlüsse sind
gemäß Abschnitt 0.2.23 ATV DIN 18340 auszuschreiben.
Bewegungs-, Bauwerks- und Bauteilfugen sind gemäß
Abschnitt 0.2.19 in Verbindung Abschnitt 0.2.20 der ATV
DIN 18340 auszuschreiben.

Dabei sind fol­gen­­de planerische und konstruktive Grundsätze


zu beachten:

· Bewegungsfugen des Bauwerks müssen konstruktiv mit


gleicher Bewegungsmöglichkeit übernommen werden

· Gipsbauteile sind von anderen Bauteilen konstruktiv


zu trennen

· abgehängte Decken und Deckenbekleidungen sind


konstruk­tiv von einbindenden Stützen, Einbauteilen
(z. B. Leuchten) etc. zu trennen

· Dehnungs- oder Bewegungsfugen sind bei größeren


Bau­teilflächen anzuordnen

· Fugen sind bei ausgeprägten Querschnittsänderungen


der Bekleidungsflächen wie Flurerweiterungen oder
einspringende Wände anzuordnen

· bei zu erwartenden Bewegungen der Rohbaukonstruktion


(z. B. Schwinden, Kriechen, variable Verkehrslasten, kon-
trollierte Setzungen) sind gleitende Decken- und/oder
Wand­anschlüsse auszuführen

· ausreichende Zeit für Trocknungsphasen und Aufheizen


(Winter!) ist zu planen, um schockartigen Temperatur­an­
stieg und schockartige Luftfeuchtesenkung zu vermeiden
(dies gilt sowohl für die Bauphase und Beginn der
Nutzung; siehe Merkblatt 1 "Baustellenbedingungen")

6
Übernimmt der Auftragnehmer entsprechende Planungen
handelt es sich gemäß Abschnitt 4.2.12 der ATV DIN 18340
um besondere Leistung, die gesondert zu vergüten sind.

Bei der Planung sind Fugenausbildungen, klassifiziert nach


der Ausbildungsart, festzuschreiben als

A starrer angespachtelter Anschluss in Verbindung mit


Trennstreifen an Massivbauteile
B starrer angespachtelter / stumpfer Anschluss zwischen
Trocken­baukonstruktionen
C Anschlussfuge mit Dichtstoff
D offene Anschlussfuge (Schattenfuge)
E gleitender Anschluss (horizontale und vertikale Gleitung)
F offene Feldfuge (Fuge in der Bekleidung der Konstruktion)
G gleitende Feldfuge (Bewegungsfuge; konstruktive Trennung
der gesamten Konstruktion)

Fugenausbildungen der Gruppen A, B und C sind weitgehend


starr und nehmen nur geringe Verformungen auf, wobei teil-
weise geradlinige Haarfugen in Konstruktionen der Gruppe A
und B auftreten können und zulässig sind (siehe ATV DIN
18340 Abschnitt 3.1.8).

Fugen der Gruppe D sind offene Anschlussfugen, die i. d.R.


als Schattenfugen bezeichnet werden. Sie können so ausge-
bildet werden, dass sie gestalterisch Risse im Anschluss-
bereich vermeiden.

In der Gruppe E sind gleitende Anschlüsse zusammengefasst.


Je nach konstruktiver Ausbildung sind diese in der Lage,
Ver­formungen der Anschlussbauteile in horizontaler und/oder
vertikaler Richtung ohne Spannungseintrag in die Trocken­
baukonstruktion aufzunehmen.

In den Gruppen F und G sind offene Feldfugen und gleitende


Feldfugen eingeordnet. Als offene Feldfugen (auch mit
Pro­filen abgedeckt) werden Fugen in der Plattenbekleidung
be­­zeichnet. Sie reduzieren Spannungen in der Bekleidung.
Bei gleitenden Feldfugen, in der Praxis oft als klassische
Deh­nungs- oder Bewegungsfuge bezeichnet, erfolgt im
Fugen­­bereich die Trennung der gesamten Trocken­bau­kon­
struktion einschließlich Unterkonstruktion. Diese Fugen sind
in der Lage, größere Verformungen, insbesondere aus der
Unter­konstruktion (z.B. Bauwerksfuge), durch ihre gleitende
Aus­bildung aufzunehmen.

4.2. Anschlüsse und Fugen von Montagewänden

· Grundsätze der Fugenplanung


Durch die Fugen sind möglichst kompakte Teilflächen zu
bilden. Bei langen Wänden, wie z.B. Flurwänden sind
Dehnungs- bzw. Bewegungsfugen i.d. R. im Abstand von
ca. 15 m bei Gipsplatten zu planen. Für Bauwerke, in
denen größere Verformungen zu erwarten sind als in
Massivbauten (z.B. Stahlleichtbauweisen), wird empfohlen,
den Abstand auf 10 – 12 m zu reduzieren. Bei
Verwendung von Gipsfaserplatten sind geringere
Bewegungs­fugen­abstände von max 10 m erforderlich.
(siehe Herstellerangaben) durchgehendes Streifen oder
Dichtungsband Raupen
· Ausbildung von Anschlüssen und Fugen
Nachfolgende Konstruktionsdetails können sowohl für ver-
tikale als auch horizontale Anschlüsse an begrenzende
Bauteile ausgeführt werden. Die Anschlussdichtung kann
mit Dichtband oder Dichtstoff erfolgen.
7
AUSFÜHRUNGSVARIANTEN

1 A
starrer angespachtelter Anschluss an Massivbauteile

geringe Verformung der Anschlussteile (z. B. Durchbiegung)


Trennstreifen
zulässig; „kontrollierte“ gerade Haarfuge im Nutzungs­zu­
Fugenspachtel stand
Verschraubung

Anschlussdichtung
- mit Trennstreifen (nach ATV DIN 18340)
alternative
Verschraubung Anschlussprofil

Gipsplatte/Gipsfaserplatte

Ständerprofil

2 B
Fugenspachtel

Bewehrungsstreifen
eingespachtelt
starrer angespachtelter Anschluss zwischen Trockenbau­-
geschnittene oder gefaste konstruk­tionen
Gipsplatte/Gipsfaserplatte

spezielle Anschlüsse für Trockenbaukonstruktionen


­unter­ein­ander

- mit stumpf gestoßenem Bewehrungsstreifen am


An­schluss­bauteil

Gipsplatte mit - alternativ ohne Bewehrungsstreifen mit


Kartonummantelter geeignetem Fugenspachtel möglich
Längskante
Anschlussprofil
Anschlussdichtung

Fugenspachtel
ohne Bewehrungsstreifen

3
Fugenspachtel

Papierfugenbewehrungsstreifen
eingespachtelt

geschnittene oder gefaste


Gipsplatte - mit eingespachteltem Papierfugen-Bewehrungsstreifen
über Eck (nur für Gipsplatten)

Gipsplatte mit
Anschlussprofil Kartonummantelter
Längskante
Anschlussdichtung

8
4
Anschlussprofil Stumpf angearbeiteter Anschluss zwischen
Trockenbaukonstruktionen
stumpf gestoßene Gipsplatte/ Gipsfaserplatte
Gipsplatte/Gipsfaserplatte

- Gipsplatte stumpf anarbeiten ohne anspachteln nach ATV


DIN 18340 Nr. 3.1.8

- eventuell zusätzliche Anforderungen an Schall- und


Brandschutz sind zu berücksichtigen

Gipsplatte/Gipsfaserplatte

Anschlussprofil
Anschlussdichtung

5 C
Anschlussdichtung
Anschlussfuge mit Dichtstoff
Gipsplatte/Gipsfaserplatte

Anschlussprofil Aufnahme von Schwindverformungen lediglich von


0,1 – 1 mm (ca. 10 – 15% der Fugenbreite); Dieser
Anschluss ist nur geeignet bei Beschichtungen mit Putz
einer Körnung ≥ 2mm; in Anstrichen, Tapeten u. a.
können Risse und Falten auftreten

- hinterlegter Trennstreifen zur Vermeidung von Drei­flanken­


haftung des Dichtstoffes

Trennstreifen
- Der Dichtstoff sollte regelmäßig gewartet werden, siehe
Dichtstoff (z.B. Acryl) IVD Merkblatt 16
b = 5 – 8 mm
Fugenbreite

6 D

offene Anschlussfuge

(Schattenfuge) mögliche Rissbildungen werden optisch ver-


deckt
Fugenspachtel / Mörtel
(Pressfuge) - mit hinterlegtem Plattenstreifen
Kantenprofil o.ä.
(alternativ) Gipsplattenstreifen/
Gipsfaserplattenstreifen

Anschlussdichtung

Gipsplatte/Gipsfaserplatte
Anschlussprofil

Ständerprofil

9
7 D
Fugenspachtel (Pressfuge)

Kantenprofil o.ä.
(alternativ) - mit versetzter 2. Plattenlage

- eventuell zusätzliche Anforderungen an Schall- und


Brandschutz sind zu berücksichtigen

Anschlussprofil

Anschlussdichtung

Trennstreifen

8 E

gleitender Anschluss
a

Fugenspachtel erforderlich bei zu erwartender Verformung der Anschluss­


Trennstreifen
bauteile (z.B. Durchbiegungen von Deckenbauteilen oder
≥a

Anschlussdichtung
Fugenspachtel Setzungen von Wandbauteilen) von a ≥ 10 mm
Kantenprofil o.ä. elasto-plastischer
a

(alternativ) Dichtstoff (alternativ) - mit Plattenstreifen in 1. Plattenlage


Gipsplattenstreifen/
Gipsfaserplattenstreifen - eventuell zusätzliche Anforderungen an Schall- und
6 – 8 cm breit
Brandschutz sind zu berücksichtigen
Anschlussprofil

9
a

gleitender Deckenanschluss nach DIN 18183


20

Kantenprofil o.ä.

(alternativ)
- mit verklebtem Plattenstreifenbündel für Brandschutz-
a

Fugenspachtel und Schallschutzanforderungen


Dichtstoff (alternativ)
(Pressfuge)
20

Anschlussprofil Hinweis: alternative Anschlussdichtung zwischen Profil und


Streifenbündel zulässig

a: mögliche Bewegung
a ≤ 20 mm

10
10 F
offene Feldfuge
≥ 20
Trennung der Beplankung; zu dekorativen Zwecken und
Dekorstreifen (alternativ)
zur Reduzierung von Spannungen; für Untergliederung von
Flächen und Einschnürungen

- mit sichtbarer Unterkonstruktion

Gipsplatte/ Ständerprofil
Gipsfaserplatte
Kantenprofil o.ä. (alternativ)

11 offene Feldfuge
≥ 20
Ständerprofil Trennung der Beplankung: zur Reduzierung von Spannungen
und zu dekorativen Zwecken; auch für Flächengliederung
und Vermeidung von Einschnürungen

- mit hinterlegtem Plattenstreifen

Gipsplatte/ Kantenprofil o.ä. (alternativ)


Gipsfaserplatte
Gipsplattenstreifen/
Gipsfaserplattenstreifen

12 G
elastische Dämmstoffeinlage
(z.B. Mineralstoffe) gleitende Feldfuge (Bewegungsfuge)

Trennung der gesamten Konstruktion; geeignet als Dehnfuge


nach DIN 18 183; Anordnung bei Überbrückung von konstruk­­
t­­iven Fugen des Baukörpers bzw. wenn die Wand­länge eine
Unterteilung in Abschnitte erfordert.

- mit Fugenprofil
Gipsplatte/ Ständerprofil
Gipsfaserplatte
Fugenprofil - eventuell zusätzliche Anforderungen an Schall- und
Brandschutz sind zu berücksichtigen

11
13 G
Dehnungsfuge in Montagewänden nach DIN 18183
a ≥a a ≥a a a: mögliche Bewegung
a ≤ 20 mm
- mit Plattenhinterlegung bei Wänden mit Brandschutz-
anforderung

Gipsplatte/ Ständerprofil
Gipsfaserplatte Ständerprofil für
Fugenbereich
Kantenprofil

12
4.3. Anschlüsse und Fugen von Unterdecken

· Grundsätze der Fugenplanung

Deckenflächen sind bei Gipsplatten i. d.R. alle 15 m sowohl


in Längs- als auch in Querrichtung durch Bewegungsfugen
zu begrenzen. Bei Verwendung von Gipsfaserplatten sind
Bewegungsfugenabstände von max.10 m erforderlich. (Siehe
Herstellerangaben) Eine Redu­zierung der genannten
Seitenlängen ist erforderlich, wenn eine freie Verformung der
Deckenfläche behindert bzw. langgestreckte Decken mit
relativ großen Einbauleuchten (z.B. Flurdecken) eingebaut
werden.

Grundrisse, bei denen die freie Verformung der Decken­


fläche behindert ist, sind wie folgt auszubilden:

14

Einspringende Massivbauteile

- offene Feldfuge (siehe Bild 28) oder


- gleitende Feldfuge (Bewegungsfuge) erforderlich (siehe
Bild 29)

15

Einspringende Wandscheiben

- offene Feldfuge (siehe Bild 28) oder


- gleitende Feldfuge (Bewegungsfuge) erforderlich (siehe
Bild 29)

13
16

Unterdecken mit Aussparungen für Stützen

- gleitender Anschluss erforderlich (siehe Bild 25, 26 und 27)

17

Flurdecken mit Nischen und Einsprüngen

Variante 1:

- umlaufender gleitender Anschluss (siehe Bild 25, 26 und 27)

18
Variante 2:

- offene Feldfuge (siehe Bild 29)


vorrangig, wenn Einsprung größer als Plattenformat

14
19 Anschlussdichtung (optional) A
Ausbildung von Anschlüssen und Fugen

starrer angespachtelter Anschluss an Massivbauteile

„kontrollierte“ gerade Haarfuge im Nutzungszustand

- mit Trennstreifen mit / ohne Profilhinterlegung; Tragprofil


im Anschlussprofil aufliegend (bei Brandschutz-
anforderungen mit Profilhinterlegung ausführen)

Anschlussprofil Gipsplatte/
Gipsfaserplatte
Hinweis: Deckentragprofile bei tragenden Anschluss­-
(optional)
Fugenspachtel Metallunterkonstruktion
profilen mind. 25 mm auflegen
(z. B. CD-Profil)
Trennstreifen

(ohne Anschlussprofil) ≤ 150 mm

(mit tragendem ≤ 500 mm


Anschlussprofil) (Stützweite Tragprofil)

20

- mit Trennstreifen ohne Profilhinterlegung bei freien


Gipsplattenenden von ca. 100 mm

Fugenspachtel Gipsplatte/
Gipsfaserplatte
Trennstreifen Metallunterkonstruktion

ca. 100 mm

21

- angeputzter Anschluss
Innenputz an eine vorhandene Trockenbau­konstruktion

Trennstreifen Gipsplatte/
Gipsfaserplatte
Innenputz Metallunterkonstruktion

ca. 100 mm

15
22 B
Ausbildung von Anschlüssen und Fugen

starrer angespachtelter Anschluss zwischen Trockenbau­


Anschlussdichtung konstruktionen mit Gipsbauteilen
(optional)

- Bei Gipsplatten und Gipsfaserplatten mit Stumpf


gestoßenem Bewehrungsstreifen an Anschlussbauteil
bzw. ohne Bewehrungsstreifen mit geeignetem
Anschlussprofil Gipsplatte/ Fugenspachtel möglich
(optional) Gipsfaserplatte

Metallunter- - oder bei Gipsplatten alternativ mit über Eck


Fugenspachtel
konstruktion eingespachtelten Papierfugen-
Bewehrungsstreifen möglich

- Insbesondere bei Brandschutzanforderungen, sonst


(ohne Anschlussprofil) ≤ 150 mm alternativ ohne Verschraubung der Platten analog Bild 24
zulässig
(mit tragendem
Anschlussprofil) ≤ 500 mm
(Stützweite Tragprofil)

23
Stumpf angearbeiteter Anschluss zwischen
Trockenbaukonstruktionen

Anschlussdichtung
(optional) - Gipsplatte stumpf anarbeiten ohne anspachteln nach
ATV DIN 18340 Nr. 3.1.8

- eventuell zusätzliche Anforderungen an Schall- und


Brandschutz sind zu berücksichtigen
Anschlussprofil Gipsplatte/
(optional) Gipsfaserplatte

Metallunter-
konstruktion

(ohne Anschlussprofil) ≤ 150 mm

(mit tragendem
Anschlussprofil) ≤ 500 mm
(Stützweite Tragprofil)

16
24 C
Anschluss mit versetzter 2. Plattenlage (Schattenfuge)
Anschluss-
dichtung
(optional)
- Alternative Verschraubung der Platten
analog Bild 20 zulässig

Gipsplatte/
Anschlussprofil (optional)
Gipsfaserplatte
Kantenprofil o.ä. Metallunter-
(alternativ) konstruktion

(ohne Anschlussprofil) ≤ 150 mm

(mit tragendem
Anschlussprofil) ≤ 500 mm
(Stützweite Tragprofil)

25 D
gleitender Anschluss (Schattenfuge)

Variante 1:
Ausbildung für horizontale Gleitung

Anschlussdichtung
(optional) - mit sichtbarem Anschlussprofil

Anschlussprofil Gipsplatte/
Gipsfaserplatte
Kantenprofil o.ä. Metallunter-
(alternativ) konstruktion

ca. 100

26
Gleitender Anschluss mit Brandschutzanforderungen
(Schattenfuge)
Anschlussdichtung
(optional) - mit hinterlegtem Plattenstreifen für Unterdecken
Anschlussprofil mit Brandschutzanforderungen

- Trockenputz im Bereich des Deckenanschlusses vollflächig


verklebt

Gipsplattenstreifen/
Gipsplatte/
Gipsfaserplattenstreifen
Gipsfaserplatte
Kantenprofil o.ä. (alternativ) Metallunter-
konstruktion
vollflächiger Ansetzbinderstreifen

≥ 20 ≤ 30 ≥ 20

ca. 100
17
27 D
Anschlussdichtung Gleitender Anschluss mit Brandschutzanforderungen
(z.B. Mineralwolle) (Schattenfuge)

Variante 2:
Ausbildung für vertikale Gleitung (Deckendurchbiegungen)

- mit hinterlegtem Plattenstreifen

Gipsplattenstreifen/ Gipsplatte/
Gipsfaserplattenstreifen Gipsfaserplatte
Kantenprofil o.ä. Metallunter-
alternativ konstruktion

≤ 150 mm

28 E

offene Feldfuge

 rennung der Beplankung zu dekorativen Zwecken und


T
Reduzierung der Spannung in der Bekleidung

- mit Abdeckprofil

Gipsplatte/ Abdeckprofil
Gipsfaserplatte
Metallunterkonstruktion

29 F
gleitende Feldfuge (Bewegungsfuge)

 rennung der gesamten Konstruktion; Anordnung bei


T
Überbrückung von konstruktiven Fugen des Baukörpers bzw.
wenn die Deckenlänge eine Unterteilung in Abschnitte erfor-
dert

Metallunter- Gipsplattenstreifen/ Gipsplatte/


- mit hinterlegtem Plattenstreifen
konstruktion Gipsfaserplattenstreifen Gipsfaser- bei Brandschutzanforderungen
(einseitig fixiert) platte
Kantenprofil o.ä.
(alternativ)
a a

≥ 25 ≥ 25 ≥ 25 ≥a a ≤ 20

ca. 100

18
4.4. Spezielle Ausführungen im Dachgeschoss

Bei der Bekleidung von Dachkonstruktionen sind nach ATV DIN 18340 Abs.: 3.1.8 (VOB Teil C:
Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) – Trockenbauarbeiten)
Trockenbaukonstruktionen an den Anschlüssen mit Profilen herzustellen. Dies sind besondere
Leistungen.
Generell können Anschlüsse der Beplankung und Fugen im Dachgeschoss nach Abschnitt 4.2 - 4.3
ausgeführt werden. Im Abschnitt 4.4 sind erweiterte konstruktive Lösungen dargestellt.
Die bisherigen Lösungen können weiter angewendet werden, auch wenn Anschlüsse ohne Profile nicht
den Vorgaben der aktuellen ATV DIN 18340 entsprechen. Die Lösungen, die nicht der DIN 18340 ATV
entsprechen, müssen gesondert vereinbart werden.
Zusätzlich ist i.d.R. eine luftdichte Ausführung der wärmedämmenden Gebäudehülle zu gewährleisten.
Erweiterte konstruktive Lösungen sind:

19
30
Giebelanschluss der Dachschräge/Abseitenwand (Drempel)/
Kehlbalkendecken in luftdichter Ausführung

-A
 nschlussdichtung mit Pressprofil (Zulässig auch ohne
Pressprofil bei geeigneter Klebemasse)

Lösung nach ATV DIN 18340

-B
 eplankung am Anschluss konstruktiv getrennt (erhöhte
Ebenheitsanforderungen an die Massivwand)

Metallprofil alternativ Holzlatte Luftdichtheitsebene/


Dampfbremse
vorkomprimiertes Dichtband
oder Klebemasse

Abschlussprofil

31

Alternative Lösung ohne Abschlussprofil

- Anschluss an Trennstreifen

- Gesondert zu vereinbaren, weitere Hinweise siehe Seite 19

Luftdichtheits-
Metallprofil alternativ Holzlatte ebene/
Dampfbremse
vorkomprimiertes Dichtband
oder Klebemasse Unterkonstruktion/
Installationsebene
Fugenspachtel

Trennstreifen
Gipsplatte/
Gipsfaserplatte
ca. 100 mm

32
-m
 it eingeputzter Luftdichtheitsebene gemäß DIN 4108,
Teil 7, Bild 9 (Ausführungsablauf luftdichte Ebene,
Putzarbeiten und Trockenbauarbeiten beachten)

Lösung nach ATV DIN 18340

-B
 eplankung am Anschluss konstruktiv getrennt (erhöhte
Luftdichtebene/
Ebenheitsanforderungen an die Massivwand)
Putzträger
Dampfbremse
Abschlussprofil
Unterkonstruktion/
Installationsebene
Gipsplatte/
Gipsfaserplatte

ca. 100 mm

20
33
Alternative Lösung ohne Profil

- mit eingeputzter Luftdichtheitsebene gemäß DIN 4108,


Teil 7, Bild 9

Hinweis: Ausführungsablauf Luftdichtheitsebene,


Putzarbeiten und Trockenbauarbeiten beachten
Putzträger Luftdichtebene/
Dampfbremse - Anschluss an Trennstreifen
Fugenspachtel
Unterkonstruktion/
Trennstreifen Installationsebene - Gesondert zu vereinbaren, weitere Hinweise siehe Seite 19

Gipsplatte/
ca. 100 mm Gipsfaserplatte

34
Ausbildung Übergang
Kehlbalken/Dachschräge

- freier Stoß mit Papierbewehrungsstreifen (alternativ mit


flexiblem Profil) "über Eck" im Übergang

ca. 150 mm

Fugenspachtel
ca
.1
50
m
m

Papierfugenbewehrungs-
streifen eingespachtelt
Gipsplatte / Gipsfaserplatte
Unterkonstruktion

35
- freier Stoß mit angespachteltem Bewehrungsstreifen
im Übergang

ca. 150 mm

Fugenspachtel
ca
.1
50
m
m

Papierfugenbewehrungs-
streifen eingespachtelt

Gipsplatte/ Gipsfaserplatte

Unterkonstruktion

21
36
- mit flexiblem Eckprofil und Papierbewehrungsstreifen
im Übergang oder alternativ mit eingespachteltem
Bewehrungsstreifen analog Bild 34 oder alternativ
mit Bewegungsfugenprofil analog Bild 38

ca. 150 mm
Papierfugenbewehrungs-
streifen eingespachtelt
ca

Fugenspachtel
.1
50
m
m

flexibles Eckenprofil

Unterkonstruktion

Gipsplatte/
Gipsfaserplatte

37
Ausbildung Übergang
Dachschräge/Abseitenwand (Drempel)

- freier Stoß mit Papierbewehrungsstreifen im Übergang


oder alternativ mit flexiblem Profil
ca
.1
50

Unterkonstruktion
m
m

Papierfugenbewehrungs-
streifen eingespachtelt
ca. 150 mm

Fugenspachtel

Gipsplatte / Gipsfaserplatte

38
- mit Bewegungsfugenprofil
(Ausführung nach ATV DIN 18340)
ca
.1
50
m
m

Unterkonstruktion

Bewegungsfugenprofil
­eingespachtelt
Fugenspachtel
ca. 150 mm

optional

Gipsplatte/
Gipsfaserplatte
22
39
Einbindung von Trennwänden in die Dachschräge

- Vorzugslösung für hochwertige Schall- und


Brandschutzausführung mit Luftdichtheitsebene

- Bei Gipsplatten mit über Eck eingespachteltem


Papierfugenbewehrungsstreifen an Anschlussbauteil
möglich

- diffusionstechnischer Nachweis erforderlich

- Verschraubung im Anschlussbereich
(Herstellungsempfehlungen beachten)

- Gesondert zu vereinbaren, weitere Hinweise siehe


Seite 19

Anschlussprofil Luftdichtebene/
Dampfbremse
Anschlussdichtung
Metallunterkonstruktion
Fugenspachtel
Papierfugenbewehrungs- Gipsplatte
streifen über Eck
eingespachtelt

Ständerwand

40 Einbindung von Trennwänden in die Dachschräge

- Vorzugslösung für hochwertige Schall- und


Brandschutzausführung mit Luftdichtheitsebene

- Bei Gipsplatten oder Gipsfaserplatten mit stumpf


gestoßenem Bewehrungsstreifen an Anschlussbauteil
oder ohne Bewehrungstreifen mit geeignetem
Fugenspachtel möglich

- diffusionstechnischer Nachweis erforderlich

- Verschraubung im Anschlussbereich
(Herstellungsempfehlungen beachten)

- Gesondert zu vereinbaren, weitere Hinweise siehe


Seite 19

alternative Verschraubung Luftdichtebene/


Dampfbremse

Anschlussprofil Metallunterkonstruktion
Bewehrungsstreifen
eingespachtelt
Gipsplatte/
Anschlussdichtung Gipsfaserplatte

Fugenspachtel
Ständerwand

23
5. H
 INWEISE FÜR DIE PLANUNG
UND AUSFÜHRUNG

Fugen und Anschlüsse sind generell zu planen. Bereits bei


der Planung sind Anforderungen hinsichtlich des Brand-,
Schall-, Wärme- und Feuchteschutzes zu berücksichtigen.
Gegebenenfalls sind vom Planer sachkundige Fachleute für
Bauphysik zu konsultieren.

Die Konstruktionen und Baustoffe sind sorgfältig auszuwäh-


len und aufeinander abzustimmen. Besondere Sorgfalt ist
bei Anforderungen an das optische Erscheinungsbild uner-
lässlich.

Grundsätzlich sind Fugen und Anschlüsse dicht auszuführen.


Auch bei mehrlagiger Bekleidung sind die Fugen der unteren
Lagen vollständig zu füllen (DIN 18 181).

Kreuzfugen sind, sofern für Spezialplatten von den Her­stellern


keine anderweitigen Aussagen getroffen werden, nur bei Gips­­
platten mit gelochter bzw. geschlitzter Oberfläche zulässig.

Zur Ausführung von Anschlüssen und Fugen bei Brand­schutz­­­


anforderungen können genormte Details nach DIN 4102-4
verwendet werden. Bei nicht genormten Anschlussdetails ist
jeweils zu prüfen, ob der brandschutztechnische Verwend­
bar­keitsnachweis durch ein allgemeines bauaufsichtliches
Prüf­zeugnis (AbP) bzw. durch eine allgemeine bauaufsicht-
liche Zulassung (AbZ) abgedeckt ist.

Im Leistungsverzeichnis sind gemäß VOB/C eindeutige An­­gaben


über die Ausführung von Fugen und Anschlüssen erforderlich.

Der Einbau von An- und Abschlussprofilen, z. B. Wand- und


Randwinkel, von Kantenprofilen und dergleichen sowie das
Herstellen von Anschlüssen an Bauteile als elastische, dicht
angearbeitete, gleitende oder offene Anschlüsse,
Trennschnitte sowie von Nuten oder Schattenfugen sind
gemäß den Abschnitten 4.2 der ATV DIN 18340 besondere
Leistungen, die gesondert aus­zuschreiben und abzurechnen
sind.

Bei Anschlüssen in Dachgeschossen sind die Hinweise auf


Seite 19 zu beachten.

Hinweispflicht des Fachunternehmens:


Bedenken gegen eine nicht fachgerechte Art der Ausführung
müssen dem Auftraggeber unverzüglich schriftlich mitgeteilt
werden (VOB Teil B, § 4 Abs. 3).

24
25
LITERATURVERZEICHNIS
DIN EN 520
"Gipsplatten - Begriffe, Anforderungen und Prüfverfahren"

DIN 4102-4
„Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Zusammen­
stellung und Anwendung klassifizierter Baustoffe, Bauteile
und Sonderbauteile“

DIN 4108-7
„Wärmeschutz und Energieeinsparung in Gebäuden;
Luft­dicht­heit von Gebäuden“

DIN 4109, Beibl. 1


„Schallschutz im Hochbau;
Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren“

DIN EN 15283-2
"Faserverstärkte Gipsplatten - Begriffe, Anforderungen und
Prüfverfahren - Teil 2: Gipsfaserplatten"

DIN 18180
"Gipsplatten - Arten und Anforderungen"

DIN 18181
„Gipsplatten im Hochbau - Verarbeitung“

DIN 18183-1
„Trennwände und Vorsatzschalen aus Gipsplatten mit
Metallunterkonstruktionen“

VOB Teil C, ATV DIN 18299


„Allgemeine Regelungen für Bauarbeiten jeder Art“

VOB Teil C, ATV DIN 18340


„Trockenbauarbeiten“

VOB Teil C, ATV DIN 18350


„Putz und Stuckarbeiten“

Merkblatt der Industriegruppe Gipsplatten (IGG)


Nr. 1 „Baustellenbedingungen“

Merkblatt der Industriegruppe Gipsplatten (IGG)


Nr. 2 „Verspachtelung von Gipsplatten, Oberflächengüten“

Merkblatt der Industriegruppe Gipsplatten (IGG)


Nr. 2.1 „Verspachtelung von Gipsfaserplatten,
Oberflächengüten“

Merkblatt Nr. 16 des Industrieverbandes Dichtstoffe e.V.


"Anschlussfugen im Trockenbau - Einsatzmöglichkeiten von
spritzbaren Dichtstoffen"

*) FÜR NORMATIVE VERWEISE UND HINWEISE AUF MERKBLÄTTER GILT DIE ZUM
ZEITPUNKT DER DRUCKLEGUNG AKTUELLE FASSUNG!

26
BEI DER ERARBEITUNG
HABEN MITGEWIRKT:
Bundesverband der
Gipsindustrie e.V.
Industriegruppe Bundesfachabteilung Akustik- und
Gipsplatten Trockenbau im Hauptverband der Deutschen
Bauindustrie
Kochstraße 6 - 7 Kurfürstenstraße 129, 10785 Berlin
10969 Berlin www.bauindustrie.de/trockenbau

Telefon
+ 49 30 31169822-0  
Telefax BIG - Bundesverband in den Gewerken
+ 49 30 31169822-9 Trockenbau
und Ausbau e.V.
[email protected] Olivaer Platz 16, 10707 Berlin
www.gips.de www.big-trockenbau.de S
Bundesverband in den Gewerken Trockenbau und Ausbau e.V.

Bundesverband Ausbau und Fassade


im Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Kronenstraße 55, 10117 Berlin
www.stuckateur.de

27
Stand Mai 2018

MITGLIEDER DER IGG

Bundesverband der Danogips GmbH & Co. KG Etex Building Performance GmbH
Gipsindustrie e.V. Tilsiter Straße 2 Geschäftsbereich Siniat
Industriegruppe 41460 Neuss Frankfurter Landstraße 2-4
Gipsplatten Telefon +49 2131 71810-0 61440 Oberursel
Fax +49 2131 71810-94 Telefon +49 6171 613000
Kochstraße 6 - 7 [email protected] Fax +49 6171 613155
10969 Berlin www.danogips.de [email protected]
www.siniat.de
Telefon Fermacell GmbH
+ 49 30 31169822-0   Düsseldorfer Landstraße 395 Saint-Gobain Rigips GmbH
Telefax 47259 Duisburg Schanzenstraße 84
+ 49 30 31169822-9 Telefon +49 800 386 4001 40549 Düsseldorf
[email protected] Telefon +49 211 5503-0
[email protected] www.fermacell.de Fax +49 211 5503-208
www.gips.de [email protected]
Knauf Gips KG
Am Bahnhof 7
97346 Iphofen
Telefon +49 9323 31-0
Fax +49 9323 31-277
[email protected]
www.knauf.de

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